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Hüftgelenkdysplasie HD

Die Hüftgelenkdysplasie (HD)

des Hundes ist eine nach der Geburt auftretende (postnatale) Entwicklungsstörung, die auf erblicher Veranlagung beruht, durch Misswuchs an Hüftgelenkspfanne (Azetabulum) und Oberschenkelknochenkopf (Femurkopf) imponiert und zu einer unzurreichenden Stabilität des Hüftgelenks führt.

Beim Menschen wurde Hüftgelenkdysplasie von Hippokrates schon vor etwa 2000 Jahren beschreiben. Die HD des Hundes fand 1935 zuerst der amerikanische Tierarzt Schnelle. Erst 20 Jahre später wurden seine Beobachtungen allgemein anerkannt und eine weite Verbereitung der HD in vielen Ländern, besonders bei mittleren und großen Rassehunden, festgestellt. Von Schnelle stamm auch die Klassifizierung der HD nach den Schweregraden 1 bis 4.

Eine primäre Entwicklungsstörung des Hüftgelenks, die als Lockerung erscheint kann während der verschiedenen Wachstumsperioden von Welpen auftreten. Lockerung bedeutet mangelhafte Gelenksstabilität und kann schon im Alter von 7 – 8 Wochen palpierbar (tastbar, fühlbar) sein. (Ortolanie-Test)

Ortolanie-Test: Am sedierten und auf dem Rücken liegenden Welpen erfasst man die beiden nahe zueinander gebrachten Kniegelenke und drückt die Oberschenkel gegen das Becken. Bei vorhandener Lockerung gleitet der Oberschenkelknochenkopf auf der über den Hüftgelenkspfanne (Subluxation, Luxation). Wenn der Kopf beim Nachlassen des Druckes wieder in das Hüftgelenkspfanne gleitet, hört und fühlt man ein „Klicken“.

Liegt beim Ortolanie-Test der Welpe auf der Seite, lässt sich mit einer Hand die Stabilität bzw. Instabilität des Hüftgelenks überprüfen. Die Lockerung kann auch noch im Alter von 4 bzw. 6 – 8 Monaten festzustellen sein. Bei jungen Welpen kann die Lockerung in bestimmten Fällen wieder verschwinden. Deshalb ist der Ortolanie – Test bei Welpen keine sichere Methode zur HD – Diagnostik, sondern nur eine Möglichkeit, Welpen mit instabilen Hüftgelenken von solchen mit stabilen zu unterscheiden.

Bei Welpen sind wegen der komplizierten Morphologie des Hüftgelenkes auf Dysplasie hinweisende Veränderungen der Knochenstruktur von Hüftgelenkspfanne und Oberschenkelknochenkopf klinisch und röntgenologisch nicht feststellbar. Die vielen Verknöcherungszonen zwischen den verschiedenen Knochen, die das Hüftgelenkspfanne bilden, neigen zu Störungen und Formveränderungen .

Entwicklungsstörungen des Pfannengrundes, unvollständige Entwicklung des Pfannenrandes und ausbleibender formativer Reiz von Seiten des Oberschenkelknochenkopf auf das Hüftgelenkspfanne führen zur Abflachung.

Formveränderungen des Caput femoris (Hauptoberschenkelknochen) äußern sich in Abflachung, Verkleinerung oder Verbereiterung des Oberschenkelknochenkopfes bis hin zu dreieckigem oder pilzförmigem Aussehen. Am Collum femoris (Oberschenkelknochen Verbindungsteil) stellt sich eine Verformung ein, die eine Verkleinerung oder Vergrößerung des Collumwinkels (Verbindungswinkel) verursacht. Der Trochanter major (Oberschenkelknochenteil) wird stärker und erscheint höher als das Caput femoris (Hauptoberschenkelknochen). Verdickung der Gelenkkapsel und inflammatorische (entzündliche) Veränderungen der Synovia (Gelenkschmiere) gehören zum typischen Krankheitsbild. Als Folge der abnormen Belastung kommt es zu Veränderungen an der Femurdiaphyse ((Teile der Oberschenkelknochen bzw. Röhrenknochen) Remodelling)). Röntgenologisch und pathologisch- anatomisch ist festzustellen, dass die Gelenkflächen nicht mehr konzentrisch und optimal zusammenpassen. Osteophytose (Erkrankung der Zellen die, die Knochen aufbauen), Knochenzysten und Erburnation (Übermässige Knochenbildung bzw. Arthrose) als Folge des Abschleifens und der Abnutzung des Gelenkknorpels gehören zu den sekundären Gelenkveränderungen.

  • Diagnostik

HD-Symptome: nur wenige mit HD befallene Hunde weisen klinische Symptome auf. Die Lahmheit als wichtigstes Symptom scheint unabhängig vom Grad der HD zu sein. Viele Hunde zeigen häufig im Alter vom 5-8 Monaten Lahmheitssymptome, wenn das Körpergewicht zunimmt und die Anforderungen an das Hüftgelenk größer werden.

Röntgenuntersuchung: Für die Röntgenuntersuchung muss der Hund sediert oder anästhesiert und auf dem Röntgentisch genau in Rücklage gebracht werden. Sandsäcke oder ein Fixationsgestell unterstützen seitlich die Brustgegend. Die Längsachse des Beckens soll Parallel zum Röntgenfilm liegen. Die Hinterextremitäten werden parallel zueinander gehalten, extrem nach hinten gestreckt und leicht einwärts gedreht, um das Collum femoris (Oberschenkelhals) (Oberschenkelknochenverbindungsteil) und den Trochanter major in horizontale Lage zu bringen. Die Patella soll auf dem Röntgenbild zwischen den Femurkondylen (Auswuchtungen an Knie) sichtbar sein.

Arthrotische Veränderungen, besonders am hinteren, äußeren Pfannenrand, am Femurkopf (Oberschenkelknochenkopf) und –hals sind damit besser darzustellen. Der Zentralstrahl soll auf das kraniale Ende (vordere ende) der Beckensymphyse gerichtet sein. Symmetrie der Beckendarstellung ist erforderlich und kann auch an den Konturen der Foramina obturatoria (Gefäßöffnugen) und Darmbeinflügel überprüft werden. Asymmetrische Lagerung kann den wahren Zustand verfälschen, weil sich für Messungen der Mittelpunkt der Femurköpfe nicht exakt bestimmen lässt.

Wegen der großen Bedeutung der HD wird im nationalen und internationalen Maßstab eine einheitliche Aufnahmetechnik und Beurteilung gefordert. Eine international zusammengesetzte HD-Kommission der FCI (Federation Cynologique International) hat 1978 für internationale Zentrifikate Kriterien zur Anfertigung von HD Röntgenaufnahmen und deren Beurteilung erarbeitet.

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2016-12-18T14:43:15+00:00